Presse

Ausgewählte Artikel über Aktivitäten in lokalen Printmedien
  07. 02. 2012

Polytechnische Schule übersiedelt im Herbst

Im Rahmen eines Besuches von Schülern der Neuen Mittelschule Fürstenfeld in der Polytechnischen Schule gab Direktor Günter Smeh nicht nur Informationen über Lehr- und Lernmethoden preis, sondern stellte auch das „Poly neu“ vor. Ab dem kommenden Schuljahr findet der Unterricht in der Hauptschule Blücherstraße statt.
„Dort ist jede Klasse mit Internetanschluss und Beamer ausgestattet. Neue Werkstätten stehen ebenso zur Verfügung wie eine komplett neue Schulküche“, berichtete Smeh.

 
 Text u. Bild: Waltraud Wachmann


steirische wirtschaft, April 2011

31.3.2011

Unter dem Motto "Einblick mit Ausblick" haben 13 Fürstenfelder Polyschüler im Genusshotel Riegersburg erste Erfahrungen in der Welt der Gastronomie und Hotellerie gemacht.

HELMUT STEINER


Wie soll ich das jetzt am besten machen?" Kevin blickt Claudio fragend an. Der meint selbstsicher: "Ich weiß, wie das geht." Und er greift zum Überzug. Vanessa lacht auf und kann sich einen Kommentar nicht verkneifen: "Buben und Betten überziehen." Das Quartett - Melanie ist die vierte - absolviert gerade die Station "Etage" beim Tourismustag im Genusshotel Riegersburg, den die Berufsfindungsbegleiterin Gabriele Nestelberger für 13 Schüler der Polytechnischen Schule Fürstenfeld mit Hotelbetreiberin Eveline Neubauer organisiert hat.

Sabine Hödl sieht den Schülern auf die Finger, immerhin hat das Projekt "Einblick mit Ausblick" Wettbewerbscharakter, wenn auch keinen todernsten. Dass sie positiv überrascht ist, aber auch, dass noch auf die Genauigkeit zu achten ist, wird sie später anmerken. Während sich die vier mit Polstern, Falten und dem Spiegel herumschlagen, sind Arnela, Dominic und Muratcan, genannt Muri, schon fast mit dem Decken der Tafel für zehn Personen fertig. Michael Wallner achtet aber nicht nur darauf, dass alles akkurat aufgelegt wird. Die Probekellner sollen auch touristische Attraktionen aus der Region aufzählen - schließlich gehört das auch zum Job.


Muratcan(L.)-mit Dominic und Arnela beim Decken der Tafel-will eine Lehre als Kellner machen

In der Küche geht es hektischer zu. "Noch zwei Minuten", leitet Küchenchef Herbert Fink den Countdown beim Karottenschälen für Jasmin, Christian und Leonardo ein. Für Schmähs wie in der Etage ist da keine Zeit mehr. "Vier Gruppen, vier Ergebnisse. Es ist interessant, wie sie sich organisieren und das spontan", fasst Fink seine Eindrücke zusammen. An der Rezeption rauchen da noch die Köpfe bei Lena, Nina und Melanie. Unterstützt von Natascha Heinrich haben sie eine Gästeanfrage zu beantworten.

Arbeit sehen
Bei der Manöverkritik ist Friedrich Schalk, Sprecher der Sparte Gastronomie in der Region, dabei. Wie Neubauer stellt er die Branche als zukunftsträchtig dar. Lehrstellen sind genügend vorhanden. Was es braucht, fasst die Gastgeberin so zusammen: "Motiviert sein, soziale Kompetenz zeigen und man muss einfach auch eine Arbeit sehen - alles andere kann man lernen."
"Du kannst gleich da bleiben", lautet die beste Beurteilung für die Station Küche. Einige Schüler würde der Küchenchef auch sofort nehmen.

Ein Trio will ganz sicher eine Lehre in der Gastronomie angehen. Claudio als Koch, Melanie zieht es in die Rezeption und Muri, einsamer Spitzenreiter beim Karottenschälen, hat Kellner im Visier. Dort ist der aufgeweckte Jugendliche genau richtig, bescheinigen ihm die Experten aus dem Haus. Nur Palatschinkenkaiser Dominic - mehr als 20 Stück hat er geschafft - zieht es beruflich in andere Gefilde.
 

Photos: Steiner(2)